Wie mit einem neuen TaschenrechnerIngbert Schwarzfischer, Gasversorgung Süddeutschland GmbH, der geistige Vater von METHEUS 2000 tritt in den wohlverdienten Ruhestand. „der marketing assistent” hatte noch einmal Gelegenheit, mit ihm über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit METHEUS zu sprechen. dma: Erinnern Sie sich an die Anfänge von METHEUS?sf: Die waren sehr schwierig, weil man die Leute erst einmal davon überzeugen musste, dass man mit EDV viel zielgerichteter und wirtschaftlicher im Marketingbereich arbeiten kann und dass man Daten, die man vor Ort erfährt, später dann sehr viel schneller wieder bekommt – schneller als das bisher möglich war. Es war ein großes Stück Arbeit, die Leute dahin zu bringen. Das war das eine. Das andere war: Die Leute haben sehr schnell bemerkt, dass man da etwas „gläsern” wird, wenn's der Chef drauf anlegt. dma: Wie ist die Idee zu METHEUS entstanden?
Ich dachte mir: Wir müssen doch ein Instrumentarium haben, um die Daten zu sammeln. Es ist ja so, dass nicht jede Beratung vor Ort gleich ein Erfolg wird. Man kann sagen: Drei, vier Beratungsgespräche sind notwendig, bis man einen Kunden von Gas überzeugt hat. Da war der Wunsch, die Daten zu speichern, damit die nicht verloren gehen und man beim nächsten Mal wieder darauf zurückgreifen kann. dma: Was waren die Höhepunkte im Leben mit METHEUS?sf: Das Berechnungsprogramm CEBIS war sehr einfach in der Bedienung: Da musste man nur eingeben, was man gefragt wurde. Mit METHEUS war das schon anders. Da kamen die Kombinationsmöglichkeiten, dass man die Informationen über die Person holen kann oder über das Gebäude eingeben kann. Die Vielfalt war einfach größer. Anfänglich war das natürlich komplizierter – aber nur deshalb, weil METHEUS einfach mehr kann. dma: Hätte man es denn auch anders machen können?sf: Also im Nachhinein – nachdem ich daran gewöhnt war – fand ich das sogar gut. Doch die Neu-Dazu-gekommenen waren von der Vielfalt der Möglichkeiten zunächst regelrecht erschlagen. Da war so eine Schwelle, die musste man überspringen – ich wie alle anderen – aber dann war das Ding gut. Das war so eine Eingewöhnungsphase wie mit einem neuen Taschenrechner. Das muss man lernen. dma: Wo Sie gerade von „Schwellen” sprechen: 1997 kam ja die nächste Schwelle: METHEUS 2000.sf: Ja, die METHEUS 2000-Schwelle, da habe ich mir schon viel leichter getan. Ich war ja anfangs ein Verfechter, dass man die Masken ganz ähnlich dem alten METHEUS gestaltet. Die Anwender mussten ja schon das Windows lernen! Aber nach vielen Besprechungen muss ich jetzt sagen: Das Ding ist gut zu bedienen. Und man kann auch, ohne Windows gut zu beherrschen – und da habe ich Wert drauf gelegt – METHEUS 2000 gut bedienen, denn ich beherrsche Windows nur ganz mangelhaft. Aber damit kann man METHEUS 2000 schon super bedienen. Das war die Zielsetzung. dma: Sie hatten ja einiges mit Anwendern zu tun. Gibt es da bei Ihnen Erinnerungen?
dma: Sie gehen ja jetzt in den Ruhestand. Wollen Sie METHEUS 2000 etwas mit auf den Weg geben?sf: Ich bin der Ansicht: Gasberatungen vor Ort müssen so aufbereitet werden, dass man nachher nachvollziehen kann: Was hat der Kunde für Anlagen? Wieviele Gespräche habe ich mit dem bereits geführt? Was wurde dem gesagt? Was wurde ihm schon zugesandt? Das ist wichtig, damit man flott arbeiten kann. Zwischen einzelnen Besuchen können bis zu zwei Jahren liegen – manchen Industriebetrieben bin ich sogar bis zu zehn Jahre nachgelaufen. Seit wir METHEUS haben, wusste ich vom ersten Gespräch an: Was hab ich dem gesagt? Was hat der für Geräte? Die Leute sind richtig überrascht, wenn man wiederkommt und alles noch weiß: „Das sind gute Leute! Die haben ja alles noch im Kopf!” Die wissen ja nicht, dass wir das Programm haben. Ich gehe mit METHEUS 2000 nicht vor Ort. Als Quintessenz muss ich sagen: METHEUS 2000 ist eine unglaubliche Hilfe in Sachen Geschwindigkeit, wie man zu einem Ergebnis kommen kann. dma: Herr Schwarzfischer, wir danken Ihnen für das Gespräch. (rme)
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sf: Wir hatten vor METHEUS das CEBIS-Programm, zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Zentralheizung bis 4-Familienhäuser. Da war dann zwar ein Stück Papier mit der Kalkulation da, aber die ganzen Daten, die dahinter standen, waren nur noch auf dem Papier – und die hat man dann wieder in einem Ordner gesammelt und dann weggeworfen.
sf: Das war noch vor METHEUS. Da hatte sich folgendes abgespielt: Einer Gasberaterin, die fachlich qualifiziert ist, ist ein Flop passiert. Sie hatte beim feuerungstechnischen Wirkungsgrad statt einer 12 eine 21 eingegeben. Sie war zeitlich so in Druck, dass sie gar nicht bemerkt hatte, dass beim CEBIS-Programm sensationelle Einsparmöglichkeiten rauskamen. Dem Empfänger, einem Gewerbeschullehrer, ist das spanisch vorgekommen und hat sich dann auch beschwert: Das kann nicht sein. Und dann rief mich die Gasberaterin an, nachdem sie bemerkt hatte was los ist, wie sie da den Kopf wieder aus der Schlinge rausbekommt. Und da habe ich gesagt: Hingehen und sagen, wie es war. Das war mal eine richtige Negativ-Erfahrung mit der EDV. Mittlerweile haben wir das aber im Programm abgefangen. Im neuen METHEUS 2000 haben wir das noch weiter ausgebaut. Jetzt gibt das Programm schon öfter den Hinweis, dass da etwas nicht ganz koscher ist.